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Urlaub Rumänien 2012

Start: 18.08.2012 bei Tachostand 35775 km Ankunft: 05.09.2012 bei Tachostand 41400 km

Gefahrene Strecke: 5625 km

Samstag / Sonntag 18./19.08.2012

Bei sonnigem Wetter geht es zunächst über Autobahn, dann über Landstraße quer durch Deutschland (Grenzübergang bei Waldhaus, A6), Tschechien, Slowakei und Ungarn bis zum Grenzübergang nach Rumänien bei Satu Mare. Ungarn ist ja auch Neuland für uns – es unterscheidet sich auch etwas von den mitteleuropäisch wirkenden Ländern Tschechien und Slowakei. Der Verkehr ist anders, die Straßenschilder auf Grund der Sprache sowieso und auch sonst wirkt das Land wie eine Schnittstelle zwischen Mitteleuropa und Südosteuropa. Aufgeräumte, großzügige Vorgärten, überwiegend gepflegte Häuser, aber Müll am Straßenrand und noch mehr auf den Rastplätzen. Dafür sehr gesittetes Verkehrsverhalten.

Kilometer: etwa 1100

 

Montag 20.08.2012

Um 14.00 Uhr erreichen wir Rumänien. Der Grenzübertritt geht rasch vonstatten. Hinter der Grenze schnell Geld gewechselt, Tanken und wir fahren weiter. Da wir deutlich früher hier sind als geplant, bleiben wir doch nicht in Satumare sondern fahren weiter in's Maramures. Ich verpasse die 19, so dass wir die ersten Kilometer auf einer kleinen Nebenstraße über Micula fahren. Die Straße ist eng und holprig. Holprig bleibt es jetzt auch. Ja, auch auf den „guten“ roten Straßen. Aber es stehen auch viele schöne, prächtige Häuser hier. Und noch prächtigere, oft mit einem glänzenden Dach ausgestattete, Kirchen. Es wird auch viel gebaut. Nur die Straßen scheinen eben vom Bau nicht viel mitzubekommen. Das wiegt um so schwerer, da hier auch ein recht eigentümlicher Verkehr vorherrscht. Auf der Straße tummeln sich von Schwerlastverkehr über Nobelkarossen, normalen Autos bis hin zu alten Kisten alles mögliche an Motorfahrzeugen. Das ganze wird garniert von Pferdefuhrwerken und in den Orten auch noch Radfahrern und Fußgängern. Es wird oft und gerne überholt, Abbiege- und Wendemanöver werden in allen Situationen durchgeführt – also recht lebendig, der Verkehr hier.

Hinter Negresti-Oas geht es dann richtig hoch in die Maramures. Enge Serpentinen durch waldreiches Gebiet – wenn es nicht so holprig wäre, eine echte Rasten-Kratz-Strecke. So bleibt es schön und anspruchsvoll, zumal die Hitze uns gut zusetzt 35 °C schon morgens um 11:00 Uhr. Oft geht es durch schönen, lichten Wald. Leider verhindern Busse und LKW eine richtig schöne Fahrt. Irgendwo versucht ein verwilderter Hund an einem Rastplatz, die Abfalltüten zu leeren. Oder war es doch ein Wolf ?! Ansonsten: Tolle Landschaft, Greifvögel, Störche und anderes Getier bekommen wir zu sehen

In Sarasau finden wir eine nette, komfortable Pension mit Restaurantbetrieb. So endet die Fahrt so gegen 16:30 Uhr und wir spannen ab.

gefahren: 370 km

 

Dienstag 21.08.2012

Das mit dem essen ist hier noch gewöhnungsbedürftig. Man muß alles extra bestellen. Ansonsten gib es als Salat rohe Zwiebeln, dafür fehlt beim Frühstück die Butter, war halt nicht bestellt. Dafür ist der Kaffee sehr gut. Die Leute sind sehr freundlich, Margitta wird sogar mit Handkuss verabschiedet. Unsere Uhren haben wir auch auf die Landeszeit (eine Stunde später) umgestellt – der Wetterbericht verspricht für die nächsten vier Tage bis zu 39 °C und Sonnenschein.

In Sighetu kämpfen wir uns durch den chaotischen Stadtverkehr. Dann geht es durch das Iza - Tal. Wir durchfahren malerische Ortschaften, allerdings teilweise auch mit chaotischem Verkehr. Schöne Häuser säumen rechts und links die Straße, erbaut aus Holz, Naturstein, Ziegel oder auch moderne Bauten mit modernen Baumaterialien. Die Orte sind einfach schön und bunt. Jedes Haus ist mit einem meistens kunstvoll verzierten Zaun ausgestattet. Frei nach dem Motto: „Und ist das Grundstück noch so klein, ein Zaun der will gezogen sein!“ jedes Dorf hat eine, meistens mehrere schöne Kirchenbauten. Viele davon sind kürzlich renoviert worden, einige werden gerade renoviert und einige werden auch komplett neu gebaut. Hier scheinen die Menschen noch „gottesfürchtig“ zu sein. Und überall Pferdefuhrwerke. So geht es durch Barsana, Stramtura, Bogdan Voda bis Moisei. In Moisei verlassen wir das Iza - Tal und fahren über die 18 den Prislop – Pass hinauf. Doch bevor es auf die schöne Passauffahrt mit allerdings welligem Belag geht, stellt uns die Stadt Borsa noch eine harte Prüfung. Fast durch die ganze Stadt wird die Straße neu gemacht. Es steht oft nur ein Fahrstreifen zur Verfügung. Irgendwann haben wir uns auch, trotz Hitze, durch Borsa gekämpft. Jetzt geht es in schönen, meist engen Kurven den Pass hinauf. An der Passhöhe (1416 m) kleines Fotoshooting, die Kirche oben auf der Passhöhe darf dabei natürlich nicht fehlen. Der bis dato wolkenlose Himmel zeigt sich jetzt hier oben doch sehr schwarz. Es droht Regen. Doch noch scheint die Sonne heiß von oben. Wir rollen den Pass hinab. Irgendwann begab ändert sich der Asphalt schlagartig. Es wird eine richtige Schlaglochpiste. Vor allem Margitta auf ihrer schweren CBF mit den 17 – Zöllern hat hier schon zu kämpfen.

Dafür ist es nicht mehr so heiß, Irgendwie fahren wir der Regenwolke hinterher, oft ist die Straße nass, doch richtigen Regen bekommen wir nicht ab. Allerdingssteht in den Löchern (groß genug sind sie ja) noch das Wasser. Den frei auf der Straße laufenden Pferden und Kühen scheint das nichts zu machen. Die Kühe trotten am Straßenrand und saufen die Pfützen leer.

15 Kilometer vor Vatra Dornei verlassen wir die 18 und damit auch die Marmures. Wir fahren auf der 17, jetzt wieder mit gutem Belag in Bukowina ein. Die paar Kilometer laufen gut, bei den Häusern hier ist jetzt ein deutlich höherer Anteil an Holzhäusern zu sehen. In Vatra Dornei kurz durch die schöne Stadt, Hotel in der Nähe des Zentrums gefunden, die Motos stehen auf dem verschlossenen Hof.

gefahren: 180 km

 

Mittwoch 22.08.2012

Morgens ist es zunächst bewölkt – fast neblig. Bis wir loskommen, scheint aber wieder die Sonne. Die Temperatur bleibt aber im angenehmen Bereich. Die Leute hier im Hotel waren echt nett, das Hotel kann man durchaus weiterempfehlen.

Wir verlassen Vatra Dornei auf der 17 B Richtung Bicaz. Bevor wir die richtige Straße aus der Stadt heraus finden, verfahre ich mich einmal kurz. Ich frage einen Rumänen nach dem Weg, der weist erst auf einen recht abenteuerlichen Pfad mit steilem Anstieg auf die benachbarte Straße. Der Anstieg auch noch, um die Sache rund zu machen aus Holzplanken – also nichts für uns. Wir drehen und finden dann auch direkt den Wegweiser auf die 17 B – natürlich eine andere Straße als die vorhin ausgewiesene. Die Gegend wird jetzt richtig schön, eine überwiegend landwirtschaftlich genutzte Gebirgsgegend mit malerischen Dörfern. Es herrscht wenig Verkehr, die Straße ist in akzeptablem Zustand. So geht es am Fluss Bistrita vorbei in etwa 800 Metern Höhe durch diese Gebirgslandschaft. Der Fluss wird ab und an von recht abenteuerlichen Brücken überspannt, die wir aber nicht überqueren. Ab und zu stehen oder laufen Kühe oder Pferde über die Straße, in der Regel schön am Straßenrand. Doch die ein oder andere Kuh bringt es auch fertig, sich mitten auf die Straße zu stellen, der sie mühsam umfahrende Verkehr interessiert dann wohl nicht.Es geht dann noch ein ganzes Stück an einem Stausee vorbei, hier ist die Straße nicht mehr ganz so gut. Dafür haben wir uns jetzt auf etwa 600 Höhenmeter herunter gehangelt.

Kurz vor Bicaz geht es dann noch einmal richtig bergab, auf etwas über 200 Meter. Die Kehren machen dann natürlich auch Spaß. Wir fahren auf der 15 weiter bis Piatra Neamt. Zwischendurch genehmigen wir uns in einer kleinen Dorfbar noch einen Kaffee – wieder sehr freundliche Leute. Es kommen zwei 600 Supersportler, vorbei. Zwei junge Kerle, die hier auch einen schnellen Kaffee trinken und dann wieder weiterfahren.

In Pietra Neamt geht es auf die 15D bis Roman. Ein langweiliges Stück Straße, überwiegend geradeaus, etwas Verkehr. Unterwegs kommen jetzt doch einige Dörfer mit vielen verfallenen Häusern. Hier scheint es den Rumänen nicht mehr so gut zu gehen. Es sind zwar auch schöne Bauten dazwischen aber eben doch auch viele Ruinen oder schlecht gepflegte Häuser. Jetzt wird es auch wieder richtig heiß, fast schwül. In Roman reicht es uns. Wir beziehen ein Luxushotel – muss ja auch mal sein – und machen uns einen faulen Tag.

gefahren: 224 km

 

Donnerstag 23.08.2012

Na, das war zwar ein Luxuszimmer, ich würde das Hotel trotzdem nicht empfehlen, mitten in einem Industriegebiet und direkt an einer verkehrsreichen Straße, da nützt der beste Luxus nichts.

Als wir losfahren brennt die Sonne von einem stahlblauen Himmel. Wir fahren über die 15D bis Vaslui. Die Straße, vom Belag her in Ordnung, bietet nur wenige Kurven. Es geht durch eine hügelige, landwirtschaftlich genutzte Landschaft. Viele Felder sind bereits abgeerntet, nur Mais und Sonnenblumen stehen noch. Ansonsten, wie gehabt, ruhige Dörfer, jetzt oft neben der Straße ein Ziehbrunnen – noch in Betrieb. Das Wasser in dem Brunnen, den wir uns anschauen, sieht allerdings wenig vertrauenerweckend aus

Irgendwo bei einer Dorfdurchfahrt bekomme ich soeben noch mit, wie ein Lieferwagen eine ältere Frau leicht anrempelt. Die fahren teilweise ganz schön hart hier. In den Orten sind wir oft die Langsamsten – und das mir!

In Vaslui beim tanken denken wir über Alternativen für die heutige Tour nach. Erst mal bis Husi, dann dort ein Zimmer nehmen und morgen den Rest. Das ist zunächst der Plan. Ab Vaslui geht es zügig über die 24 bis zur 24 B. Dann Richtung Husi – die Straße ist frisch gemacht, von der EU gesponsert. Und so sieht sie auch aus, Glatt, die Kurven in weiten Bögen, breit: langweilig. Die Gegend ist hügelig, auch hier überwiegt Landwirtschaft. Jetzt auch mit Ziegen, Schafen, Truthennen und natürlich dem Standard: Kühe und Pferde. In Husi – übrigens eine Weingegend – suchen wir ergebnislos ein Hotel. Die Stadt ist zwar recht groß, es gibt viele Zahnärzte, Pharmazeutische Betriebe und auch eine lebendige Innenstadt, aber wir fahren nach einer kurzen Erfrischungspause trotz mittlerweile 44 °C weiter.

Jetzt heißt unser Ziel doch „Republik Moldau“ aber wir wollen in die Hauptstadt Chisinau. Der Grenzübergang gestaltet sich etwas aufwendiger, aber nach ca. 30 – 45 Minuten sind wir durch. Kurz hinter dem Grenzübergang sehe ich ein Hinweisschild nach Leova. Ich glaube, eine direkte Strecke, die ca. 50 Kilometer nach Cahul abkürzen würde, gefunden zu haben, schon geht es auch da lang. Es ist recht wenig Verkehr auf der Straße. Die Straße führt durch eine, ähnlich wie eben in Rumänien, landwirtschaftlich genutzte Gegend. Es gibt noch etwas mehr Nutztiere, jetzt auch noch Hühner und Gänse, und die Gegend ist deutlich weniger besiedelt. Und es ist überall trocken, die Felder, ob mit oder ohne Früchte, wirken einfach ausgetrocknet. Wir machen eine kurze Fotopause hinter Hincesti, da merke ich auch, das wir jetzt doch auf dem ganz am Anfang geplanten, längeren Weg nach Cahul sind. Die Orte sind hier in der Regel so: Ortsanfang eine Tankstelle, dann erst mal nichts, dann weit von der Straße zurückliegend einige Häuser, über Naturwege zu erreichen. Mit anderen Worten, die Orte fallen gar nicht wirklich als Ortschaft auf!. Das haben auch die moldawischen Autofahrer gemerkt und fahren quasi mit unveränderter Geschwindigkeit durch. Wir reduzieren zwar irgendwie, sind jetzt für Ortschaften immer noch zu schnell, für den Restverkehr aber zu langsam, so das die moldawischen Autofahrer uns innerorts gerne und knapp überholen. Ansonsten sieht man rechts und links ab und zu mal eine alte Ural, mit oder ohne Beiwagen, und viele trockene oder halbtrockene Wasserlöcher. Und Endurostrecken noch und nöcher. Eigentlich wäre jede Nebenstraße hier eine gutre Endurostrecke.

Der Wind bringt einfach keine Kühlung mehr, es ist nur noch heiß. Die Straße führt in akzeptablem Zustand durch diese trockene leicht hügelige Gegend. Zu den Getreide- und Maisfeldern gesellt sich jetzt auch noch Obst- und Weinbau, aber wirkliche Aufmerksamkeit erregende Highlights gibt es hier nicht. Es ist fast einschläfernd. Doch plötzlich bricht an meiner KTM das Hinterrad aus, ich schaffe es soeben, bei fest blockiertem Hinterrad sturzfrei zum Stehen zu kommen. Dafür lege ich die KTM dann beim etwas holprigen absteigen hin. Was ist passiert? Kolben fest, Kette gerissen? Nichts von allem: Meine Gepäckrolle hat sich gelöst (Riemen gerissen) und dann zwischen Hinterrad und Schwinge verkeilt. Zum Glück ist nichts wichtiges kaputtgegangen. Ich zerre und wuchte die Gepäckrolle mit Margittas Hilfe mühselig wieder heraus. Kurzer Check, nichts wichtiges kaputt, also weiter. Etwa 50 Kilometer später kommen wir durchgeschwitzt in Cahul an. Ach ja, auch noch erwähnenswert. Jetzt am Abend kommen aus den umliegenden Pflanzenbeeten jede Menge kleiner gelb gesprenkelter Kröten hervor und machen es sich auf dem warmen Asphalt oder der Marmortreppe des Hotels gemütlich. Echt putzig die „Krötchen“.

gefahren: 345 km

 

Freitag 24.08.2012

Auch heute brennt die Sonne bereits morgens vom Himmel. Wir tun uns etwas schwer, den richtigen Weg aus Cahul heraus nach Rumänien zu finden. Als wir denken, wir haben es, kommen wir über eine recht kleine Straße an einen Bahnübergang. Vor dem Bahnübergang ein kleines Häuschen und ein Stoppschild. Ich schaue ins Häuschen, einer der beiden Uniformierten bedeutet mir zuerst zu stoppen, dann hinter dem Übergang zu halten. Die Uniformen wollen unsere Papiere sehen. Nach dem Studium von Reisepass und Führerschein denke ich schon, es ist alles klar als von Margittas „Betreuer“ so etwas wie Strafe zu hören ist. Wir beraten uns, die zwei Uniformen beraten sich. OK, Margitta hat das Stoppschild überfahren, Das soll 100 Lei kosten. Kein Problem, wir rücken erst mal das Geld raus, ich verlange aber eine Quittung. Jetzt wird die Lage unübersichtlich – die zwei Uniformen wissen nicht, wie sie den Vordruck für die Quittung ausfüllen sollen. Ich radebreche mit dem einen über den richtigen Weg nach Rumänien. Der hier ist es nicht! Irgendwann sind wir soweit, das die zwei uns bis auf die richtige Straße bringen, wir vergessen dafür die „Quittung“ und leider auch die bereits gezahlten 100 Lei.

An der Zollstation stehen wir noch kurze Zeit in der brennenden Sonne, dann sind wir durch. Schön, Rumänien ist doch deutlich einfacher als die Republik Moldau. Über die 26 geht es jetzt zügig Richtung Galati. Die Dörfer hier sind wieder deutlich näher beieinander als in der Rep. Moldau, aber auch besser in Schuss. Überall sind schwer mit Mais beladene Pferdekarren unterwegs. Die Maisernte ist wohl in vollem Gange. So stehen auf den Feldern jetzt auch fast nur noch schwarz verdorrte Sonnenblumen, die auf die Ernte warten. In Galati wird getankt, wir studieren noch einmal die Karte und den Reiseführer und entscheiden uns spontan, doch bis Tulcea ans Donaudelta zu fahren. Die Fahrt durch Galati wird noch einmal spannend. In einem Kreisverkehr verliere ich Margitta, wir verfahren uns etwas und kommen zum Ausgleich gegen die Fahrtrichtung einer Einbahnstraße auf den richtigen Pfad. Dann geht es, obwohl Hauptverkehrsstraße, ein Stück mit der Fähre über die Donau. Aber danach haben wir es geschafft. Es geht noch etwa 75 km über eine gut zu fahrende und mit schönen Kurven gespickte Landstraße bis Tulcea. Die Gegend ist hügelig und trocken – braun. Uns kommen noch zwei bepackte Motorradfahrer entgegen, die haben scheinbar schon hinter sich, was wir noch vor uns haben. Einzig die Hitze und der heiße, keine Kühlung bringende Wind machen uns zu schaffen. Dann sind wir da. Das erste Hotel gebucht, abspannen und in die Stadt. Schön – morgen geht es mit dem Schiff ins Donaudelta.

gefahren: 174 km

 

 

Samstag 25.08.2012

Heute fahren wir statt mit den Motos mit einem kleinen Ausflugsboot. Es geht durch das Donaudelta. Ein national bunte Mischung von 10 Personen sind wir, der Schiffsführer hat trotz seines jungen Alters von ca. 30 Jahren auch nicht mehr alle Frontzähne, jeder zweite fehlt. Na ja, wir sind halt kurz hinter „dem Lande des zahnlosen Lächelns.“Wir shen auf der Fahrt eine grandiose Flusslandschaft mit allen möglichen Reiherarten, Höcker- und Singschwänen, Pelikane, Kormorane und Eisvögel. Tolle Landschaft, auf dem Wasser weht zum Glück ein leichter Wind, die Hitze ist erträglich. Zu Mittag legt das Motorschiff an einem Haus an, in dem uns das Essen erwartet: Fisch verschiedener Art und Güte sowie Zubereitung mit Knoblauchsoße, dazu Schnaps – Wodka? Ich verzichte, Georg nimmt dankend an, weil er hofft, sein Darmproblem in den Griff zu bekommen. Die ganze Nacht quälten ihn diverse Krämpfe.

gefahren: 0 km

 

 

 

 

 

Sonntag 26.08.2012

Nach meiner Empfehlung sollte, wer die Stadt nicht unbedingt braucht, lieber die Küste lang fahren, in Mahmuhdia oder Munighiol sind genügend schicke kleine Landhotels oder Pensionen und eine Rundfahrt auf dem Donaudelta organisieren diese wahrscheinlich auch.

Wir fahren auch die kleine Schleife über Munighiol bevor es auf die große , langweilige E87 geht. Die langweilige Fahrt wird nur durch eine Baustelle – alles Schotter – von reichlich Kilometer Länge unterbrochen. Wobei mir heute gar nicht nach Herausforderung ist. Ich habe mir wohl wirklich eine gute Darminfektion oder so was eingefangen, fühle mich schlapp und quäle mich förmlich über den Tag. Zum Schluss bin ich froh, als ich im Hotelzimmer liege und kann mich auch zu nichts mehr aufraffen. Erschwerend kommt dazu, das Margittas CBF einen kleinen „Elektrolurch“ im Kabelbaum hat, die Batterie lädt nicht mehr. Kurz vor dem Hotel springt sie nicht mehr an, ich muss auch noch schieben – bin jetzt echt fertig! Dafür ist das Hotel klasse, einfach, aber nah dran an den Leuten hier!

gefahren: 240 km

 

Montag 27.08.2012

Ziemlich schlapp schleppe ich mich gegen 10 Uhr zum Motorradladen. Der soll zwar jetzt aufmachen, aber mit den Zeiten scheinen die es hier nicht so genau zu nehmen. Doch endlich kommt jemand und schließt auf. Leider kann der Besitzer kein Deutsch oder Englisch kann, wir können kein Latein oder Rumänisch – schlechte Konstellation. Zum Glück springt einer der anderen Kunden ein, der sehr gut Englisch spricht.So erläutern wir unser Problem, dann Batterie ausbauen und im Laden vorbeibringen. Anschließend ab in die Stadt. Die sich als recht übersichtlich erweist aber einige reizvolle Ecken hat. Anschließend noch mal am Strand bummeln, so geht der Vormittag dahin. Gegen zwei holen wir die geladene Batterie und bauen sie ein. Was sich schwieriger erweist als gedacht. Sie will einfach nicht an ihren angestammten Platz. Erst als ich den vorderen Sitzbankhalter abbaue, bringen wir die Batterie unter. Bekommen aber dann den Sitzbankhalter nicht mehr mit beiden Schrauben fest. Na ja, was soll's, wird schon halten. Kurzer Test: Springt sie an? JAA! Margitta seufzt erleichtert auf, die Sicherung aus den Heizgriffen ist ja schon entfernt, den Navihalter bauen wir auch ab, schließlich haben wir ja die Karten. Danach sind wir beide reif für die Siesta.

Jetzt, am späten Nachmittag, kommt ein Gewitter runter, was hoffentlich für etwas Abkühlung sorgt.

gefahren: 0 km

 
 

Dienstag 28.08.2012

Es hat wirklich deutlich abgekühlt über Nacht. Leider so weit, dass es selbst heute morgen bei der Abfahrt noch sehr kühl ist und es regnet leicht. Der böige Sturm dabei, der es selbst bei Geradeausfahrt noch schwer macht, eine saubere Linie zu fahren, stört fast mehr. Immer wieder drücken einen die Böen auf die Gegenspur.

Wir verlassen Mangolia in Richtung Westen und fahren durch das Hinterland der Schwarzmeerküste. Eine wirklich schöne Gegend, für mich der urtümlichste Teil des Landes, den wir bisher gesehen haben – aber wahrscheinlich auch der Ärmste. Es geht überwiegend geradeaus durch eine Gegend die von Ackerbau geprägt ist. Die Felder sind bis auf wenige Ausnahmen, abgeerntet und leer. Einzig die Obst- und Weinplantagen scheinen hier noch Früchte zu tragen. Die Straßen in den Dörfern werden überwiegend von Viehzeug aller Sorten (Gänse, Ziegen, Schweine, Rinder, usw. – am meisten aber: Gänse) belegt, so dass man hier mehr Tiere als Menschen auf den Straßen sieht. Wenn Sturm und Regen nicht wären, wäre es richtig schön. !

Was nicht so schön in diesem Teil des Landes ist, ist die Bettelei. Kaum steht man irgendwo in einem Dorf, schön kommt irgendwer und bettelt recht aufdringlich. Diese Bettler sind auch nicht wirklich abzuhängen, sie bleiben hartnäckig bis wir fahren oder bis sie von einem der anderen Dorfbewohner „vertrieben“ werden.

Hinter Baneasa stoßen wir wieder auf die Donau. Und die Sonne kommt auch langsam wieder zum Vorschein, es wird angenehmer. Ab hier machen die Dörfer auch einen etwas besseren Eindruck. Jetzt folgen noch einige wirklich schöne Kilometer bis zur nächsten Überraschung, Wir wollen nach Calarasi, die Straße ist auch entsprechend ausgeschildert, doch jetzt kommt auf einmal das Grenzübergangszeichen. Die Straße verläuft wohl einige Meter im Niemandsland zwischen Bulgarien und Rumänien, Pässe brauchen wir nicht. Wir fahren wieder mal an einer bunten Autoschlange vorbei und gelangen an: Nein nicht an einen Schlagbaum, sondern an eine Kartenstelle für die Fähre von Silistra (Bulgarien) nach Calarasi (Rumänien)

Und jetzt wird es wirklich abenteuerlich, es gehen drei Fahrspuren von der Verkaufsstelle ab. Bevor wir in die „try and error“- Phase treten, macht sich erst mal die CBF bemerkbar. Sie springt nämlich nicht an – Batterie leer. Ich glaube, Margitta bekommt langsam Panik. Ich hätte nach der Fahrt bis hierher auch nicht mehr damit gerechnet. Also erst mal anschieben. Sie springt recht gut an , also Spurensuche zur Fähre : Die asphaltierte Spur ist es nicht, die scheint nur als „Parkspur“ für die LKW's zu fungieren. Die nächste, Schotterweg, halbwegs gut befahrbar endet leider als Sackgasse auf einem Parkplatz. Erst der letzte Versuch führt zum Ziel, die Piste gleicht aber eher einer Viehspur nach dem Viehauftrieb: Schlammig, tiefe Spurrinnen, rechts und links Gebüsch und Dornen und zunächst ist von Wasser oder Fähre nicht viel zu sehen. Margitta mit ihrer nicht ganz leichten CBF und dem Batterieproblem ist leicht irritiert – zumal ihr auch noch ein Jeep den besten Weg versperrt. Zum Glück fährt der dann schnell wieder, so dass Margitta die Abfahrt wagt. Doch dann zwei drei Kurven weiter, taucht die Fähre auf. Schon ziemlich voll. Doch wir sollen noch mit. Mich weist man in eine Lücke ganz außen am Rand. Na gut, könnte klappen, also versuchen wir's. Den holprigen Anstieg geschafft, dann ganz eng erst links, dann rechts an den Fahrzeugen vorbei und ich die KTM steht. Muss sie allerdings dafür mit dem Koffer gegen die Seitenwand lehnen, den Seitenständer kann ich mangels Platz nicht ausklappen. Dem Auto rechts neben mir ist damit auch die Fahrertür versperrt, doch er nimmt es gelassen. Rehlein weist man eine Standplatz hinter einem Pkw und einem LkW zu. Das geht so nicht. Ich parke dann die CBF schräg zwischen die zwei Fahrzeuge, danach wuchten wir die schwere Honda noch auf dem Seitenständer ein Stück herum, damit die Auffahr - Klappe frei wird. Was für 'ne „Action“. Während der Fährüberfahrt unter sehr beengten Verhältnissen die Honda abgerödelt, Sitzbank ab, Sicherung aus dem Licht – Stromkreis gezogen und wieder alles aufgerödelt. Ankunft am anderen Donauufer, die Auffahrt ist aber ziemlich steil! Wir lassen erst mal die anderen abfahren, dann ich mit der KTM, anschließend zu Fuß wieder hinunter und mit Margitta die CBF von der Fähre schieben. Jetzt ist mir nicht mehr kalt! Dann die CBF ganz nach oben schieben und runterwärts anschieben. Juchhu – sie läuft.

Jetzt nur noch die ca. 135 Kilometer bis Buzau, dann dort Hotel und Werkstatt suchen, Berca können wir uns wohl abschminken. Da es überwiegend geradeaus geht und die Straße bis auf die zwei Städte Calarasi und Slobozia keine größeren Hindernisse bereitstellt , geht es zügig weiter. Allerdings auch langweilig, geradeaus und fast nur plattes Land. Etwa 40 Kilometer vor Buzau mache ich auf einer Eisenbahnbrücke noch mal halt, Etwas trinken, M. eine rauchen, ich fülle kurz Sprit von meiner KTM in Margittas CBF, dann geht es weiter. „Soll ich noch mal versuchen?“ fragt Rehlein mit einem Blick auf den Anlasserknopf. Ich nicke. Ein kurzer Druck, der Anlasser dreht, der Motor springt an – Klasse.Dann doch bis Berca. Batterie und Ladeeinheit scheinen in Ordnung zu sein. Ich glaube. Alles wird gut!

In Berca eine schöne Pension gefunden, gut gegessen, mein Darm scheint auch wieder zu werden, und dann müde aber zufrieden ins Bett.

gefahren: 340 km

 

Mittwoch 29.08.2012

Das mit dem Darm klappt doch noch nicht ganz so – er hat mich heute Nacht wieder ganz schön wachgehalten. Wir beschließen morgens kurzfristig hier in dieser schön und ruhig gelegenen Pension noch einen Ruhetag einzulegen. Fahrräder leihen und bis zu den „Vulcanii Noroiosi“ (Schlammvulkanen) radeln, so ist der Plan. Zimmer verlängern geht ohne Probleme, aber mit den Fahrrädern wird es auch nach langen Verhandlungen nichts. Dann eben mit leichter Bekleidung (feste Schuhe, Helm, Handschuhe und Margitta noch Motorradjacke) auf der KTM bis zu den Schlammvulkanen bei Scortoasa.

Die Schlammvulkane werden durch Gaseruptionen , die auf ihrem Weg aus etwa 3000 Metern Tiefe Schlamm und Wasser mit zur Erdoberfläche nehmen, verursacht. Unter Druck springt dabei die Mischung aus Ton, Wasser und Gas als kalter Schlamm nach oben. Unter seinem Druck springt die Mischung aus Ton und Wasser als Schlamm nach oben hervor und bildet an der Oberfläche kegel, die wirklichen Vulkanen ähneln.Von der Struktur her ähneln die Schlammvulkane richitgen Vulkanen. Es sind quasi Miniaturvulkane mit maximal 180 cm hohen Kegeln. Dabei sorgt der um die Vulkane verlaufene Schlamm für eine vegetationsfreie Zone. Schlammvulkane sind in Europa nur selten zu finden, außer in Rumänien z.B. auch noch in Italien bei Modena.“

Die Sonne scheint angenehm von oben, wir rollen entspannt los und finden die Schlammvulkane praktisch auf Anhieb. Zunächst sind wir ein wenig enttäuscht, da die „Vulkanlamdschaft“ so klein ist. Doch bereits nach einigen Minuten schauen und staunen überwiegt die Faszination und wir erliegen dem Reiz der surrealen Landschaft. Nach vielen Fotos geht es dann weiter. Wir beschließen nicht schon so früh zurückzufahren, sondern uns auch noch die „Schneeweißen Berge“ (Grunj) bei Lopatari anzusehen. Die Fahrt lässt sich gut an, es geht ein Stück zurück und dann den Berg hinauf nach Chiliile. Allerdings endet bereits wenige Meter hinter Scortoasa der Asphalt. Auf zunächst sehr schönen, später auch etwas schwierigeren Offroad – Passagen geht es durch eine sehr, sehr schöne Berglandschaft. Ab und zu mal ein Bauer oder ein Bauarbeiter (!), Obstbäume, klares, warmes Wetter, einfach nur schön! Einzig die fehlenden Hinweisschilder stören etwas, bescheren uns aber noch einige sehr schön Hof – Durchfahrten. Wir werden überall freundlich bestaunt, viele Touristen scheinen hier nicht vorbei zu kommen. Es geht über Stock und Stein, dann ein Hinweisschild und schon rollen wir in Lopatari wieder auf Asphalt. Die Grunj haben wir dann auch schnell gefunden, sie leuchten ja auch schön in der Sommersonne. Die weiß gesprenkelten, glänzenden Berge mit ihren Höhlen und Spalten sind aber auch eine Augenweide.

Nach ausgiebiger Fotosession geht es weiter. Wir verlassen Lopatari in Richtung Westen, direkt hinter den „Schneeweißen Bergen“ wechselt der Asphalt wieder in Schotter. Wir fahren noch beschwingt weiter. Leichter Ärger kommt auf, als an der nächsten – und den meisten folgenden – Abzweigung kein Wegweiser ist, der einen in die richtige Richtung leitet. Wir nehmen natürlich prompt die falsche Abzweigungen und landen irgendwo im Nirgendwo. Jetzt folgen viele Schotterkilometer über teils wirklich schwierige Pisten. Es wird alles geboten. Leichter Schotter, schweres Geröll, Spurrillen, Sand, Lehm. steile Auf- und Abfahrten, malerische Orte, Wald, Flüsse, einfach Klasse aber zum Schluss hin auch anstrengend und speziell für Margitta hinten auf Dauer unangenehm. Aber alles öffentliche Straßen – ehrlich! Jetzt wird es mit dem Spritvorrat langsam eng . Zum Glück kommt irgendwann eine Piste, bei der Rehlein sagt: „ Da, immer den Berg runter und dann geradeaus.“ Ich hätte mittlerweile umgedreht und versucht, den umgekehrten Weg wieder zurück zu fahren. Doch wir folgen Margittas Tipp und siehe da, noch etliche Schotterkilometer, aber schon besser, dann kommt auch vermehrt Asphalt und irgendwann sind wir auf der 10 Richtung Buzau. Na bitte geht doch! Wird aber auch Zeit, den jetzt leuchtet schon seit fast zwanzig Kilometern meine Reserveanzeige.

Gegen 17:00 Uhr laufen wir, müde, kaputt, aber glücklich, wieder im Hof der Pension ein. Was für ein Ruhetag!

gefahren: 136 km

 

Donnerstag 30.08.2012

Nach dem anstrengenden Ruhetag geht es unbeschwert bei wieder hellem Sonnenschein und angenehmer Temperatur weiter.

Zunächst auf der vielbefaherenen 10, immerhin kurvenreich und hügelig, dann links ab nach Valenii de Munte. Jetzt wird es richtig schön. Rechts und links neben der Straße stehen die Obstbäume, Pflaumen, Birnen, Äpfel in vollster Pracht und Reife, die Orte sind malerisch in die gebirgige Landschaft eingebettet und meist folgt die Straße einem ausgetrocknetem Flussbett. Verkehr herrscht auch nicht allzu viel. Einzig die Straße überrascht manchmal mit fiesen Löchern, ist aber in der Regel gut. Auch Valenii de Munte ist ein hübsches. lebendiges Städtchen.

Danach wird es leider etwas ätzend. Die Straßen bis Ploiesti und noch schlimmer bis Targoviste sind voll, langweilig und führen vielfach durch Industriegebiete. Dazu noch ein paar Baustellen und die zwei auch nicht kleinen Städte. Na ja, da müssen wir halt durch, wenn wir in die Karpaten wollen.

Hinter Targoviste geht es auf der 72A endlich in die Karpaten. Auch hier ist das erste Stück noch langweilig, doch dann wird es richtig schön, Immer noch viel Obstbäume aber jetzt auch richtige Berge, dazu der unten liegende Fluss. Der Verkehr ist auch nicht so schlimm, aber einige rasende LKW's fallen schon unangenehm auf. Einer der schlimmen Patrone drängt sich in einer Ortschaft rücksichtslos neben uns, hupt laut und hofft wohl, das wir verschreckt auf die Bremse gehen. Die Straße windet sich durch den Ort, ist teils unübersichtlich. Der Typ spinnt wohl!. Ich zwinge ihn mit wohldosiertem Gas und Gegenverkehr doch auf die Bremse. Kurzer Gedanke: „Rehlein wird wohl hinten Angst und Wasser schwitzen und froh sein wenn nichts passiert.“ Der LKW muss jetzt erst mal auf die Bremse und schauen, das er auf die rechte Fahrspur kommt. Dann ein bisschen mit Gas- und Bremse-spielen, damit dem armen Kerl nicht langweilig wird. Irgendwo, wo Platz genug ist, zieht er, immer noch im Ort, an mir vorbei. Na ja, ich muss ja nicht wegen dem Ar. wie ein Irrsinniger durch die Dörfer jagen. Aber die freie Strecke folgt bald, ein kurzer Dreh am Gasgriff und ich bin vorbei, nicht ohne ihm gestenreich noch mal meine Meinung zu zeigen. Rehlein zieht auch gleich mit vorbei. Gut so. Kurze Zeit später bei einer Ortsdurchfahrt eine ähnlich haarige Situation. Unübersichtliche Verkehrsführung, auf der Gegenfahrbahn steht noch (wegen Panne oder was ?) ein PKW, da kommt uns ein weitere 40 – Tonner entgegen, drückt kräftig auf die Hupe und braust mit voller Geschwindigkeit auf uns zu. Gut, das wir nicht so viel Platz brauchen wie z.B. ein Pferdegespann.

Aber überwiegend sind es hier freundliche Fahrer, machen Platz, wenn wir schneller sind und drängeln selten, wenn sie schneller sind. Klar, in den Ortschaften wird gerast. Ein Wunder, das hier nicht mehr passiert, vor allem bei dem bunt gemischten Verkehr und den doch meist schlechten Straßen.

Bei Campulung geht es auf der 73 in die Karpaten. Rechts und links steigen die mächtigen 2.000-er auf, die Straße zieht sich in Serpentinen die Berge hinauf und hinunter. Auf den Wiesen grasen die Kühe mit lautem Glockengeläut, fast wie in Österreich. Und wirklich, da kommt eine Gruppe Schneckenjäger auf ihren Bikes , so etwa 10 Fahrer an uns vorbei, als wir gerade Fotopause machen. Aber wir sind nicht wirklich in Österreich, die Straße ist echt komplett Mautfrei, dafür stellenweise mit ganz schön fiesen Löchern gespickt. So rollen wir durch Bran, verzichten aber auf einen Aufenthalt, als wir den Rummel dort sehen. Dann lieber noch weiter bis Rasnov, wo wir eine schöne Pension (Pension Stefi – im Ortskern direkt unterhalb der Burg) finden. Die Besitzerin spricht deutsch, die Motorräder stehen im verschlossenen Innenhof und der Ort mit seiner Burg ist recht schön.

gefahren: 283 km

 

Freitag 31.08.2012

Das war ein unterhaltsames Frühstück heute in der Pension. Die Sonne scheint, wir werden von der Chefin persönlich mit Handschlag verabschiedet, herzliche Leute hier.

Es geht direkt von Rasnov auf der 73A schön in engen Kurven durch lichten Wald, vorbei an Flüssen und einsamen Höfen bergab. Ein schöner Einstieg. Durch Zamesti geht es auch noch gut, der Ort ist nicht so unscheinbar, wie es auf der Karte scheint. Und dann folgt eine richtig schöne Strecke, durch kleine Orte vorbei an kleinen Flüssen, bis wir irgendwann auf die 1 kommen. Die ist jetzt wirklich langweilig und viel befahren. In Fagaras erstehe ich endlich Isolierband und versuche die zusätzlichen Kabel an Margittas CBF ordentlich zu isolieren. Dann setzen wie die 20A – Sicherung wieder ein und hoffen, dass Margitta jetzt wieder mit Licht fahren kann. Außerdem steht hier eine große Kirche mit einer goldenen Kuppel, die ich natürlich fotografieren muss.

Gefühlte Ewigkeiten später kommt endlich der Abzweig auf die 7C und damit den Fagaras – Pass, einen der Höhepunkte der Reise. Die Straße windet sich in unzähligen, meist engen Kurven die Karpaten hinauf. Umgeben von einer wilden, baumbewachsenen, zerklüfteten Hochgebirgsgegend. Eindrucksvoll. Und endlich sieht man auch mal andere Motorradfahrer. Bei einer unserer Pausen hält dann ein Kleinbus aus Bad Kissingen auf 'unserem' Parkplatz. Eine Gruppe älterer Damen und Herren steigt aus dem Kleinus und wir unterhalten uns ein wenig. Ist 'ne lustige Truppe, die ebenfalls auf Rumänienrundreise ist, aber in der Regel in Klöstern oder Kirchen nächtigt. Außerdem haben sie vorher ihre Route festgelgt und die Zimmer entsprechend reserviert.

Die Passhöhe ist in einem Tunnel, aber direkt vor dem Tunnel herrscht ein Riesenrummel. Den wollen wir uns nicht antun, fahren direkt durch den Tunnel und halten dann erst auf der anderen Seite an.. Hier treffen wir noch einen Londoner mit seiner BMW GS 1200 Adventure. Er ist auf der Rückreise von der Ukraine, hat dort bestimmt auch einiges gesehen. Außerdem interessiert er sich sehr für die umgebaute KTM (Zusatztank, Komfortsitzbank). Ich kann die KTM natürlich nur loben – bis auf die Sitzbank – die ist halt einfach hart! Dafür ist seine Adventure halt einfach schwer! Ob das auf den teils staubigen Pisten in der Ukraine so gut ankommt, will ich erst gar nicht probieren. Als wir weiterwollen, hat sich an der CBF die Batterie wieder entleert, meine 'Isolier – Action' hat sich offensichtlich nicht gelohnt.

Die Abfahrt ist genauso schön, wie die Auffahrt, Rehlein lässt es gut rollen, so geht es zügig den Pass hinunter, am Lacul Vidraru (Stausee) vorbei bis Curtea de Arges. Eine schöne Gegend, erst kurz vor Curtea de Arges wird der Stadtverkehr bemerkbar. Mittlerweile ist es auch wieder richtig warm geworden. Wir rollen durch die Stadt und nehmen dann die Straße nach Ramnicu Valcea. Zwar mit einigen Kurven gespickt, aber auf Grund es jetzt wieder herrschenden Schwerlast- und Ballungsraumverkehrs nicht wirklich schön. Aber es kommt noch schlimmer. Die 7 Richtung Sibiu ist einfach nur total überlaufen, LKW, LKW, LKW ein paar Autos und wieder LKW, LKW, Lkw und dazwischen irgendwo: Wir. Das braucht man nicht wirklich, aber wir wollen auf der 7 A weiter durch die Karpaten, also müssen wir hier durch. Machen aber zunächst in Calimanesti Schluss und nehmen ein preiswertes Zimmer. Beim Essen noch mit dem Restaurantbetreiber politische Diskussion führen und ab ins Bett

gefahren: 284 km

 

Samstag 01.09.2012

Wir kommen relativ früh raus heute, das Zimmer war zwar gut, aber in dem Badezimmer mit Dusche im „Romanian-Style“ hat Margitta gestern Abend noch ihr gute Parfüm zerbrochen – danach hatten wir die best riechende Dusche im „Romanian-Style“. Nach dem losfahren merken wir schnell, das wir gestern besser noch einen Ortsteil weiter gefahren wären – hier ist der wahrscheinliche bessere Teil von Calimanesti und Unterkünfte und Restaurants gibt es auch genügend. Na ja, macht nichts, wir haben ja gut geschlafen, nur das mit dem Parfüm hätte nicht sein müssen.

Einige Kilometer noch auf der 7, dann geht es links ab auf die 7A. Wenige Orte, viel Wald, Kurven, Flüsse, Seen und vor allem wenig Verkehr. So können wir die Karpaten wieder richtig genießen. Eine Klasse Landschaft! Hinter Voineasa wird die Straße allerdings deutlich schlechter, dazu kommen dann noch etliche Baustellen, teilweise schon recht herb. Aber die schöne Gegend bleibt. Überall an den Flüssen oder Seen stehen Angler, sehr oft mit Zelt. Lagerfeuer brennen, es riecht nach frisch gegrilltem Fisch. Die Rumänen scheinen ein Volk von Anglern zu sein.

Hinter dem Lacul Vidra geht es dann rechts auf die 67C, die komplett neu gebaut wird. In engen Kehren zieht sie sich zunächst die Hänge hinauf, und dann auch wieder hinunter. Durch die vielen Baustellen bleiben Ausblick und Spaß etwas getrübt, aber es ist trotzdem sehr schön hier. Der bunte Mischwald zeigt sich jetzt im Spätsommer in allen Farben, der Herbst kündigt sich langsam an. Dazu die schroffen Hänge und vielen Flüsse – einfach gut. Am Lacul Oasa machen noch einmal ausgedehnte Pause, diesmal sogar mit einem kleinen Mittagsimbiss an einem schönen Restaurant. Bei Sebes erwischen uns dann wieder Hitze und Verkehr. So geht es die wenigen Kilometer bis Alba Iulia. Die Stadt ist schnell und ohne Probleme durchquert, wir fahren auf der 74 weiter bis Abrud. Auch diese Strecke ist Spitze, es geht vorbei an Wiesen durch lichte Wälder immer an einem kleinen Fluss lang. Nur wenige kleine Orte, dazu Sonnenschein. Hier im schattigen Wald und in Flussnähe nicht mehr ganz so heiß, nur die oft schlechte, wellige Straße stört etwas den Fahrgenuss. Von Abrud führt uns der Weg weiter auf der 74A und dann der 76 zunächst bis Garda des Sus. Ab Campera geht es dabei immer am Fluss Aries vorbei, der sich ein schönes Tal teilweise fast eine Schlucht in die Karpaten gegraben hat. In Garda des Sus finden wir ein kleines, einfaches Restaurant mit Fremdenzimmer. Hier übernachten wir, kommen auch schnell mit einigen Leuten aus dem Dorf in Kontakt, die uns immer wieder mit ihrem zahnlosen Lächeln überraschen.

Außerdem kommen die Leute, wie gestern Abend auch, schnell und nicht gerade freundlich auf Angela Merkel zu sprechen. Wir kommen trotzdem gut zurecht, erleben noch einen kleinen Teil einer dörflichen Hochzeit hier und gehen ein wenig spazieren.

gefahren: 321 km

 

Sonntag 02.09.2012

Wir bleiben heute noch einen Tag in dieser wirklich schönen Gegend, lassen unsere Motos heute stehen und wandern etwas durch die Karpaten um Garda des Sus herum.

Es ist natürlich mal wieder heiß, wir gehen zu erst ein kleines Stück am Fluss „Garda“ entlang und wollen dann zur Gletscherhöhle Scarisoara, die mit einem Wanderweg von 9,5 Km ausgewiesen ist. Das erste Stück geht es, wie schon erwähnt, am Fluss Garda entlang durchs Dorf. Immer wieder sind Pensionen ausgeschildert, einige davon mit sehr interessanter Zufahrt über eine Furt durch den Fluss Garda. Wenn ich das gestern gewusst hätte!

Dann geht es immer bergauf, leider ist der Wanderweg zur Zeit nicht erkennbar, da über einen Teil der Trasse eine neue Straße gebaut wird. Zumindest gehen wir davon aus, die Vorbereitungsarbeiten sind fast abgeschlossen, aber schweres Baugerät ist hier auf den nächsten zweieinhalb Stunden nicht auszumachen. Wir wandern auf jeden Fall auf dieser „neuen Straße“ durch gleißenden Sonnenschein immer bergauf, genießen dabei aber die super Blicke hier über die Karpaten. Irgendwann brechen wir aber ab. Durch die neue Straßenführung ist der Weg wohl deutlich länger geworden, wir erkennen auf jeden Fall das Ziel auch nach dem langen Aufstieg nicht. Wir machen noch eine ausgedehnte Pause auf einer Bergwiese und genießen die herrliche Aussicht.. Sehen eine Menge Schmetterlinge, Heuschrecken, Raubvögel, Eichelhäher, und wer weiß was noch. Dann geht es denselben Weg wieder zurück. Abendessen, ein paar Bier und müde ins Bett.

gefahren: 0 km

 

Montag 03.09.2012

Morgens nach dem Aufstehen ist es noch recht frisch hier an der Mündung des Flusses Garda in den Aries – fast schön! Nach dem opulenten Frühstück im Restaurant neben unserer Pension scheint aber schon wieder die Sonne, es wird wieder warm.

Das Apuseni – Gebirge gibt zum Abschied aus Rumänien noch einmal alles. Wunderschöne Landschaft, kleine Dörfer mit überwiegend weißen, mindestens aber sehr hellen freundlichen Kirchen und glänzenden Dächern, kurvenreiche Straßen durch schattigen Wald, freundlich winkende Leute, im Prinzip bietet das Apuseni – Gebirge Rumänien komprimiert! So rollen wir entspannt bis Stei, wo wir auf die vielbefahrene aber immer noch schöne 76 oder E 79 stoßen. Dabei fahren wir sogar durch einen Wintersportort, hier scheint wirklich alles möglich zu sein. Außerdem überholen wir auf eine der langen Abfahrten aus dem Gebirge zwei Pferdegespanne, die für die Abfahrt hinter ihre Karren noch zwei mit großen Felsbrocken belegte alte Reifen als „Ablaufbremse“ hinter sich herziehen. Unglaublich!

Von Stei bis Oradea wird es etwas zäh, hier hat es einige Baustellen mit Ampeln, insgesamt geht es aber gut vorwärts. Hier in der Ebene ist es deutlich wärmer als in den Bergen. In Hidiselu de Sus machen wir noch mal kurz Pause. Ich stelle meine KTM im Schatten eines großen Baumes auf einem sehr schmalen Fahrradweg, Margitta ihre CBF im selben Schatten am Straßenrand ab. Aus dem angrenzenden Haus beäugen uns zwei Mädchen. Als wir die Helme ab haben und einen Schluck Wasser trinken, kommen zwei Mädchen mit einer Holzbank mit Sitzdecke zu uns. Wahnsinn: Bei uns hätte man mich vom Fahrradweg vertrieben, hier wird man noch mit komfortablen Sitzgelegenheiten verwöhnt. Kaum sitzen wir, bietet man uns sogar eisgekühlte Limonade an. Wir sind sprachlos, schaffen es so gerade noch, ein Bild mit Margitta und den zwei Mädchen zu machen. Als wir abfahren, winken alle freundlich, einfach grandios.

In Oradea ist etwa Sucherei angesagt, bis ich nach kurzem Umweg die Ausfahrt nach Ungarn finde. Noch mal volltanken, das muss jetzt bis in die Slowakei reichen. Etwas fünf Kilometer vor dem Grenzübergang stehen rechts bereits die LKW's Stoßstange an Stoßstange. Für die PKW's und uns geht es zum Glück ohne langen Stau bis zur Grenze, auch die Abfertigung bei Aus- und Einreise ist nicht der Rede wert. So sind wir schnell und ohne Stress gegen 13:00 Uhr in Ungarn. Die Straßen sind gleich in deutlich besserem Zustand. Die Häuser verfügen in der Regel über gepflegte Vorgärten und die Orte sind bei weitem nicht so grau und langgezogen wie in Rumänien. Dafür ist alles flach und die Straßen führen fast nur geradeaus. Besonders die E60 ist einfach nur grottenlangweilig, allerdings machen wir so zügig Meter. Die Hitze setzt uns aber jetzt gut zu.

Bei Karcag verlassen wir die E 60. Jetzt wird der Weg angenehmer, führt mit einigen Abzweigungen durch die Stadt Karcag und dann durch eine überwiegend landwirtschaftlich geprägte Gegend. Mais und Sonnenblumen sind hier noch nicht abgeerntet, die anderen Früchte schon. Nach einer kurzen Verschnaufpause geht es über Kummadaras auf die 34, dann bei Tiszafüred auf die 33 und dann über die 25 bis Eger. Hier wollten wir eigentlich übernachten. Aber da es noch so früh ist beschließen wir bis in die Slowakei weiter zu fahren.

Hinter Eger geht es wieder in die hier allerdings nicht mehr so hohen Karpaten. Über die 24 geht es bis Recsk, dann über Matradereceske auf die 23 bis Kisterenye. Auch das ein schönes Stück Straße mit herrlichen Kurven durch dieses waldreiche Mittelgebirge. In Kisterenye stoßen wir dann auf die 21, die uns jetzt über Salgotarjan zur Grenze in die Slowakei führt. Jetzt nur noch ein Hotel, dann reicht es auch. Ich übersehe aber die ersten zwei großen Hotels, Rehlein ist nicht ganz zufrieden und wir kämpfen uns trotzdem bis nach Lucenec durch. Dann schnell in einem großen Hotel eingecheckt, anschließend in ein gleich um die Ecke liegendes gutes Gartenrestaurant und Schluss ist.

gefahren: 476 km

 

 

Dienstag / Mittwoch 04./05.09.2012

Wir wollen morgen in Deutschland ankommen. Als wir losfahren.ist es zwar noch sonnig aber bei weitem nicht mehr so heiß, wie in den Tagen vorher. Der Rückweg ist weitestgehend gleich mit dem Hinweg. Einzigvonn Zarnovic die 512 nach Partizanske ist noch ein schönes, fahraktives Stück durch kleine Dörfer und lichte Wälder. Am Straßenrand stehen Apfelbäume, schwer behangen mit reifen, roten, gelben oder grünen Früchten.Irgendwo bei einer Pause fällt mir beim Abstellen der KTM noch der Seitenständer ab – wir schrauben ihn aber provisorisch nach dem Kaffee wieder fest und sichern den Bolzen dann mit Isolierband (!) und hoffen, das es bis zu Hause hält. (Hat es getan)!

Von Cechtice bis Tabor folgen wir der 150 durch malerische kleine Bauerndörfer und lichten Wald. Fast jedes Dorf hat seinen eigenen Weiher, die Straße ist eng und kurvenreich und die Gegend hier so einsam, das wir auch hier in Tschechien in den Dörfern eine Attraktion sind. Tabor ist eine schöne Stadt, wir nehmen dort ein recht teures Hotel und genießen noch ein bisschen die Altstadt.

Am nächsten Tag bei bewölktem Himmel und noch einmal niedrigeren Temperaturen (etwa 18 – 20 °C) weiter. Zunächst bis bis Pisek. Dann noch mal Genußfahrt auf einer kleinen Straße über Zatac, Kestany, Steken und Prestovice nach Strakonice. Anschließend über Klatovy bis Prestice. Hinter Prestice folgt völlig unverhofft, da auf der Karte als „Rote“ Verbindungsstraße eingezeichnet, noch mal ein Highlight. Die 230führt eng und kurvenreich durch eine schöne wald- und feldreiche Gegend ´durch einsame, ruhige Bauerndörfer, vorbei an Teichen und kleinen Flüssen.

Danach folgt nur noch Autobahn. Wir regeln das Tempo so auf 130 km/h ein und rutschen, unterbrochen von zwei kleinen Pausen über die A6, A3 und A61 durch nach Okarben.

Nach 609 Kilometern bzw. insgesamt ca. 5.600 Kilometern sind wir wieder zu Hause. Ich bunkere noch eben einen Kasten Weißbier auf der KTM, damit Rehlein auch etwa zu trinken hat, dann holt uns der Alltag ein. Abpacken, Wäsche sortieren, Post einsehen, usw. - komisch, dass man erst nach dem Urlaub merkt, wie schön der Urlaub wirklich war. Kein Stress, sondern Begegnungen mit interessanten Menschen, bestandene Abenteuer, Bilder von unvergesslichen Momenten …...

Rumänien hat uns begeistert durch die Freundlichkeit, die Aufbruchstimmung im Land und die Fähigkeit der Rumänen, trotz des sicherlich schweren Alltags mit einem Lächeln in die Welt zu sehen. Auch ist man überall, wo wir den Menschen die Gelegenheit gegeben haben, offen auf uns zugegangen, hat trotz der oft zu hörenden Einwände gegen „Merkels“ Politik unser Interesse für das Land positiv wahrgenommen. Und die Landschaft bietet auch alles, was das Urlauberherz begehrt.

gefahren: 1131 km

Kilometerstand KTM: 41400

Gefahrene Strecke: 5625 km



 

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